Aktuelles rund ums Badezimmer

Wie wir dem Fachkräftemangel begegnen

Das offenbarte uns die Bewerberin ein wenig schüchtern beim Vorstellungsgespräch: Bevor sie sich bei uns initiativ beworben hatte, war sie durch unsere Ausstellungsräume geschlendert und hatte sich unsere individuellen Glaslösungen für Bäder etc. angesehen. Vor allem aber hatte sie sich die Atmosphäre bei uns in der Firma vergegenwärtigt und auch mit einigen Mitarbeitern gesprochen. „Ich wollte doch wissen, ob das wahr sein kann, was ich in der Zeitung gelesen habe.“

Transparenz versus Werbung

Die Offenheit, mit der die angesprochenen Mitarbeiter über unsere andere Unternehmenskultur gesprochen haben, hat die junge Frau überzeugt, uns eine Initiativbewerbung zu schicken.

In den Antworten, die auch persönliche Probleme mit unserem Konzept der formalen Führungslosigkeit offenbarten, fand sie das wieder, was sie in der Zeitung gelesen hatte. Und uns sprach ihre Bewerbung an. Eine Könnerin auf ihrem Gebiet, die sich für eine andere Form der Arbeit und Karriere interessiert.

Also überreichten wir ihr unser Buch, damit sie auch wirklich weiß, auf was sie sich einlässt – und wer unser Buch gelesen hat, weiß, dass es keine Werbung ist, sondern ein ehrlicher Bericht über die Chancen und Widrigkeiten unseres Weges.

Apropos Werbung: Ich kenne viele andere Unternehmen, die auf Werbung und Branding setzen, um neue Fachkräfte anzulocken. In Anzeigen und Werbekampagnen und teuren Broschüren wird gezeigt, wie toll doch die Firma ist. Das Gehalt, die innovative Architektur des Arbeitsplatzes, die flache Hierarchie … Aber wie sagte eine Agentur: Eigentlich trommeln alle auf der gleichen Trommel. Was bei uns, der Alois Heiler GmbH passiert, sei etwas Besonderes – und wie wir mehr und mehr merken, es lockt Fachkräfte  an, ganz ohne ein groß aufgesetztes Employer Branding Konzept.

Die wirklichen Könner aber erwischt ihr nicht!

Diesen Satz haben wir schon einige Male gehört. Und ja, eine bestimmte Art von Fachkräften locken wir mit unserer Unternehmungskultur wirklich nicht an. Eben die, die eine klassische Karriere wollen, die sich über ihren Titel, ihr Gehalt und auch über die Einrichtung ihres eigenen Büros und das Vorhandensein eines persönlichen Parkplatzes mit entsprechendem Schild definieren. Diese Fachkräfte erwischen wir wirklich nicht. 

Und das ist gut so. Denn diese passen auch überhaupt nicht zu uns.  Und bewirbt sich doch mal der oder die Falsche, dann brauchen wir keine ausgeklügelten Cultural Fit Analysen aus der HR Abteilung. Unsere Belegschaft hat ein gutes Gefühl dafür entwickelt, welche Menschen zu uns passen und welche eher nicht. 

Stark für die Zukunft

Die Spaltung von Beruf und Privatleben, die für die klassische Unternehmenskultur gilt, ist für immer mehr Menschen ein Auslaufmodell. Sie streben einen kompletteren Lebensentwurf an, indem natürlich auch die finanzielle Sicherheit eine Rolle spielt. Diese Sicherheit aber ist, und das erkennen eben immer mehr Menschen auf allen Stufen der Hierarchie, durch  die klassische Unternehmensorganisation in Gefahr. Formale Führung funktioniert in einer sich rasant verändernden und komplexer werdenden Welt nicht mehr so gut wie vielleicht noch früher. Fehlentscheidungen Einzelner werden in einer solchen Welt immer wahrscheinlicher.

Nach einer Erhebung des US-Ökonomen John Hagel betrug noch 1940 die durchschnittliche Lebenserwartung eines Unternehmens 75 Jahre. Heute sind es gerade mal 15 Jahre, Tendenz weiter sinkend. Gründe für den Tod eines Unternehmens gibt es sicherlich genug. Ein entscheidender Faktor, der diese Beschleunigung maßgeblich verursacht, ist die Schwerfälligkeit klassisch hierarchischer Organisationen, auf neue Trends bzw. sich stark und schnell verändernde Märkte zu reagieren. 

Wir bei der Alois Heiler GmbH verzichten deshalb bewusst vollständig auf formale Hierarchie und setzen damit, voll Vertrauen, auf die Klugheit und das Engagement aller Mitarbeiter. Ein Arbeitsumfeld, das mit solchen Freiräumen überzeugt, sorgt in der Organisation für ein großes Bewusstsein über die wirklichen Chancen und Risiken. In Zeiten des Wandels führt das zu klugen Entscheidungen, die das Unternehmen deutlich überlebensfähiger machen. Das verstehen und honorieren die Mitarbeiter – und eben auch neue Fachkräfte. Denn sie sehen, dass wir uns ernsthaft mit Zukunftsthemen auseinandersetzen und sie selbst am Erfolg des Unternehmens mitgestalten können.

Glasklare Transparenz für gute Entscheidungen

Die eingangs erwähnte Bewerberin hat die Offenheit der Belegschaft und die innovative Unternehmenskultur überzeugt. In sogenannten Schnuppertagen konnten sich beide Seiten – die Bewerberin sowie das zukünftige Team – einen guten Eindruck voneinander machen. In diesen 2-3 Tagen geben wir ganz offen und transparent echte Einblicke in unseren Arbeitsalltag. Nichts wird beschönigt, es werden keine künstlichen Szenarien geschaffen. Und es werden realistische Stresssituationen erlebt, mit dem Ziel, gemeinsam zu einer guten Entscheidung zu kommen.
Alle waren sich schließlich einig: Wir wollen in Zukunft zusammenarbeiten.

 

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