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Warum wir Egoisten auf dem Weg zu mehr Fairness begrüßen

Die Sommermonate – vom sogenannten Sommerloch ist weit und breit nichts zu sehen, die Aufträge flauen nicht ab. Und dann das: Von vier technischen Kundenberatern ist plötzlich nur noch einer im Haus. Die anderen drei verweilen im Urlaub. 

Ja, mit derartigen Situationen sahen wir uns bei HEILER zu Beginn unserer Transformation zum führerlosen Unternehmen auch konfrontiert. Schließlich fiel die Urlaubsplanung plötzlich nicht mehr in die Verantwortung einer Führungskraft, sondern in die Eigenverantwortung eines jeden und war damit ein gefundenes Fressen für Egoisten.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst?

Beim Urlaub genau wie bei den Überstunden sind sich die meisten Menschen ja selbst am nächsten. Fairness? Eher zweitrangig. Und so liefen auch wir Gefahr, dass einige Mitarbeiter im Rahmen ihrer neuen Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung die Eigeninteressen vor die Teaminteressen stellten. Insofern war der eine oder andere sehr gewieft unterwegs und handelte frei nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, um seinen Lieblingsurlaub oder auch Brückentage durchzusetzen. Sie machten es sich also ganz einfach und besprachen ihre Wünsche und Vorstellungen nicht mit dem Team, geschweige denn mit denjenigen, die es betraf – so also beispielsweise mit besagten Kundenberater-Kollegen.

Nun kannten diese noch eindeutige, saisonale Schwankungen wie das Sommerloch, das vor allem innerbetrieblich durch Betriebsferien bedingt war. Diese allerdings haben wir schon vor Jahren aufgehoben und mittlerweile ein Geschäftsmodell geschaffen, durch das wir eine relativ gute Planbarkeit erreicht haben. Dadurch kann jedes Team bereits acht Wochen im Voraus sehr genau einschätzen, was wann auf die Mitarbeiter zukommt. Ebenso bekannt ist innerhalb dieser Teams, die aus maximal 15 Mitarbeitern bestehen, wer welche Bedürfnisse hat. Wer hat schulpflichtige Kinder und ist daher an Schulferien gebunden? Wer möchte an seinem Geburtstag möglichst keinen Messedienst verrichten? Die perfekten Rahmenbedinungen also für mehr Rücksichtnahme und Fairness in der Urlaubsplanung.

Aktion und Reaktion

„Ach, und an dem Folgewochenende habe ich auch keine Lust“, ist im Rahmen der Team-Fairness dann natürlich eine Antwort, die im Team für einen sehr berechtigten Aufschrei sorgt. Einen Aufschrei, der einen hocherfreulichen, gewünschten Lernprozess in Gang setzt, der nur möglich ist, wenn es etwas zu klären gibt. Denn „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ ist im Teamgefüge eine egoistische Aktion, die dem entsprechenden Mitarbeiter im Team ein echtes Problem und keinen guten Stand verschafft. 

Dass diese Situationen nicht ausbleiben, aber bedeutend abnehmen, haben wir in den letzten Jahren erleben dürfen. Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen Mitarbeiter dazu neigen, egoistisch zu agieren. Doch diese funktionieren in der Teamentwicklung wie ein Antrieb und sind für den Weg hin zu mehr Fairness herzlich willkommen.

Auf diese Weise reduzieren wir egoistisches Verhalten auf das mögliche Minimum. Daraus entsteht Fairness im Team. Inzwischen kann ich mit Fug und Recht sagen, dass das Thema Urlaub in der Alois Heiler GmbH sich zu einem sehr unkomplizierten entwickelt hat, das perfekt ohne das Eingreifen einer weisungsbefugten Instanz funktioniert. Durch echte Teamarbeit und –diskussion erziehen sich die Mitarbeiter folglich selbst zur Fairness.

 

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