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Chef allein zu Haus’

Kevin allein zu Haus’ lief über die Feiertage wieder hoch und runter im Fernsehen. Nach den Feiertagen drehen wir den Spieß um: Warum sind Sie denn Chef allein zu Haus’ oder meinetwegen allein im Büro?

Nicht mit mir!

Ich weiß, viele Chefs halten nach wie vor fest am alten Modell, in dem Sie genau das sind: die alleinigen Chefs. Denn so hat es doch immer funktioniert, so läuft der Arbeitsalltag schön routiniert, so arbeiten die Mitarbeiter seit Jahrzehnten. Warum also alle aus ihren gut geölten Bahnen reißen, indem Sie nun auf autoritäre Chefs verzichten?

Wenn Sie daran zweifeln, dass jeder Mitarbeiter bereit ist für solch eine Veränderung, kann ich Sie nur bestätigen.

Was spricht also gegen den Chef allein zu Haus’, wenn die Mitarbeiter doch ohnehin nicht alle begeistert wären vom Umstieg auf New Work?

Jeder für sich

Nun, zum Beispiel die Tatsache, dass ein alleinherrschender Chef wenig transparent arbeitet.

In unserem Fall, als wir bei der Alois Heiler GmbH noch mit formaler Führung arbeiteten, hatten unsere Mitarbeiter nicht nur keinen Überblick über das Standing der Firma, auch untereinander herrschte keine Transparenz. Der Vertriebsinnendienst wusste nicht, was die Service-Dispo macht und umgekehrt. Die Konstruktion hatte so gut wie keine Berührungspunkte mit der Produktion. So zog sich das durch die gesamte Firma. Überall gab es Teams, die nach Funktionen gegliedert waren und innerhalb dieser Teams wiederum Führungspositionen und Experten für Spezialaufgaben.

Der Markt fordert aber kompetente Antworten von kompetenten Mitarbeitern, die den gesamten Prozess überblicken.

Chef mit Gesellschaft

Genau das erwartet der Kunde nämlich. Einen zuverlässigen Ansprechpartner, der nicht nur Auskunft geben, sondern auch verbindliche Zusagen machen kann.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir alle Funktionen, die direkt mit dem Kunden in Kontakt treten, zusammengefasst. Daraus folgte, dass sich die Experten zu Generalisten entwickelten. Ein klassischer Chef wird im Tagesgeschäft deshalb gar nicht mehr gebraucht.

Den Chef allein zu Haus’ gibt es bei uns deshalb nicht mehr. Das Tagesgeschäft läuft und an Struktur- und Strategiethemen arbeiten wir gemeinsam. In unserem „Haus“ bin ich also nicht allein, sondern in bester Gesellschaft von kompetenten Menschen. Und immer öfter kann ich unser „Haus“ auch mal alleine lassen. Herrlich!

 

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