Aktuelles rund ums Badezimmer

Aufklärung ist mehr als Marktanalyse

Kein Unternehmen kommt ohne Marktanalyse aus. Absatzmärkte. Kundenbedürfnisse. Die liebe Konkurrenz … Und je schneller die Märkte sich verändern, umso dringlicher wird die Aufklärung in diesem Bereich.

Aber ich bin davon überzeugt, dass diese Aufklärung, der Blick nach außen, in einen größeren Zusammenhang von Aufklärung gestellt werden muss, damit Unternehmen –  wir, Sie – langfristig am Markt erfolgreich sein können.

Der Absolutismus lebt

Der Blick in Nachrichten zeigt, das gilt jetzt, da ich diese Zeilen schreibe (Brian Johnson und der Brexit, Trump etc., der Rechtsruck in den Staaten der EU, in Deutschland), und sicherlich auch noch in den nächsten Monaten, dass feudale, ja autokratische Tendenzen zunehmen. Vielerorts wird nach den starken Chefs gerufen. Gerade in der Politik ist der starke Mann oder die starke Frau an der Spitze, die einsam entscheidet und dies auch gegen Mehrheiten durchsetzt, kein Auslaufmodell. 

Und weil in unserer Welt alles mit allem zusammenhängt, finden sich diese politischen Tendenzen auch in der Wirtschaft und unserer Gesellschaft wieder – mit zum Teil verheerenden Folgen: Wieviele Unternehmen sind wegen einsamer Entscheidungen in den letzten Jahren in Schieflage geraten? Große Unternehmen, deren Probleme sich gesellschaftlich und politisch auswirken?

Der Absolutismus der einsamen Entscheidungen lebt – und wenn wir uns nicht von ihm befreien, dann werden die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, klimatischen Auswirkungen unser aller Lebensqualität beeinträchtigen.

Doch die gerade beschriebene Lage ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wir haben uns diese selbst eingebrockt. Das ist toll. 

Denn somit können wir hier auch etwas verändern.

Wir brauchen eine neue Aufklärung

Für mich bedeutet New Work deswegen auch: Neue Aufklärung.

Immanuel Kant hat den für Gebhard und mich prägenden Begriff von Aufklärung geprägt: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Um diesen Ausgang zu finden, brauchen wir den Mut, uns des eigenen Verstandes zu bedienen. 

Auf diesem Gedanken baut die Transformation der Alois Heiler GmbH auf: Unseren Mitarbeiter und auch mir als „Chef“ einen Raum zu schaffen, in dem dieser Mut gefördert wird. Selbstverantwortung für das eigene Tun. Ein Tun, das jeder einzelne als sinnvoll für sich, sein Team und das ganze Unternehmen ansieht. 

Dieser Sinn, der in die Unternehmenskultur einzieht, macht „aufgeklärte Unternehmen“ gegenüber autokratisch geführten Unternehmen langfristig erfolgreicher. Denn dieser Sinn bringt die Menschen dazu, sich Veränderungen gemeinsam zu stellen. Die Lösungen werden dadurch gemeinsam besser, schneller, erfolgreicher gefunden als in einsamer autokratischer Entscheidung.

Aufklärung, die ausstrahlt

Sie finden diese Gedanken sehr idealistisch? Aber überlegen Sie noch einmal, wie viele Unternehmen von autokratischen Entscheidungen (denken Sie nur an die Autoindustrie) an den Abgrund geführt wurden?

Marktanalyse tut Not, aber ohne eine Einbettung in die gerade skizzierte Aufklärung der Unternehmenskultur läuft sie langfristig ins Leere. Erst ein aufgeklärtes Unternehmen, das aus mündigen Mitarbeitern besteht, die in ihrem Tun einen Sinn erkennen, macht möglich, dass diese Analysen auf fruchtbaren Boden fallen.

Für mich ist besonders wichtig (und der Blick auf die Nachrichten lässt mich die Dringlichkeit spüren), dass die Aufklärung in Unternehmen ausstrahlt: auf die Familien der Mitarbeiter, auf andere Firmen, die sich ein Beispiel am Erfolg aufgeklärter Unternehmen nehmen, auf die Gesellschaft, weil mehr mündige Arbeitnehmer hier das Ganze formen und autokratische Tendenzen immer weniger Nährboden finden. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“, so schreibt uns Kant ins Poesiealbum. Ein schöner Spruch – ein Gedanke, an dem das Wohl und Wehe unserer Unternehmenskultur und Gesellschaft hängt.

 

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